

Die Zeit zwischen Fin-de-Siècle und
Années Trentes gehört für mich zu den faszinierendsten Epochen. Das zu Ende gehende
19. und beginnende 20. Jahrhundert sind eine Zeit des Übergangs.
Einerseits sind die Ideen des 19.
Jahrhunderts spürbar, andererseits ist es die Zeit des Aufbruchs in fremde
Länder, des Neuen in Kultur und Technik.
Art Nouveau, resp. Jugendstil
und Art Déco waren ein sichtbarer Ausdruck dieser "neuen" Zeit:
ungewöhnliche Formen und Kombinationen von Materialien, Verwendung von
stilisierten Blumenmotiven, etc.
In dieser Zeit war auch besonders die
Wechselwirkung des Orients (Morgenland) und des Okzidents (Abendland) spürbar.
Reisen in fremde Länder gehörten in
reicheren Kreisen zum guten Ton und waren chic. Das Interesse am Orient und
seiner Kultur erwachte. Ägypten und Syrien (Mesopotamien) luden zu
archäologischen Entdeckungsreisen ein. Oft waren allerdings mehr
gesellschaftliche Beweggründe als wissenschaftliches Interesse ausschlaggebend.
Trotzdem standen die Forschungsarbeiten selbst im Interesse der Wissenschaft.
Für mich ist es aber auch im Besonderen
die Zeit des Reisens im Orientexpress. Alles was zur damaligen Zeit Rang und
Namen hatte, fuhr mit diesem Zug. Orientexpress – ein fahrendes Hotel auf
Schienen, ein Inbegriff von Luxus und Noblesse.
Natürlich hatte diese Epoche nicht nur
schöne Seiten. Es gab ebenso soziale Probleme, Armut wie auch kriegerische
Auseinandersetzungen. Auf diese Aspekte habe ich aber bewusst verzichtet. Meine
Homepage möchte mehr die ästhetische und kulturelle Seite dieser Zeit
beleuchten.